Patrick Aoun ist seit Juni 2025 CEO von Longines. Davor war er fast zwanzig Jahre für die Marke unterwegs – Naher Osten, Südostasien, Indien – und führt sie seit kurzem global.
Wir treffen uns im Januar in Kitzbühel, am Rande des Hahnenkamm-Rennens, wo Longines seit Jahrzehnten offizieller Zeitnehmer ist. Ich frage ihn, wie er jemandem erklärt, was Longines ist – jemandem, der den Katalog aufschlägt und zunächst vielleicht etwas ratlos wird. Über tausend Referenzen. Piloten, Pferdesport, Eleganz, Taucheruhren, Chronographen. Eine Breite, die auf den ersten Blick mehr nach Verlegenheit aussieht als nach klarer Strategie. Aoun lächelt kurz. „Time has always been a mystery”, sagt er. „Since thousands of years, people were looking at the stars, at the moon.” Dann: „There’s hardly any brand in that segment with heritage like ours.” Anders als viele Mitbewerber, die ihre Markenhistorie mit kreativer Freiheit ausschmücken, bleibt Longines nah an der Quelle, der eigenen Geschichte.