Zum Inhalt springen

Über den Dingen

Thule versucht mit dem „Widesky“ den Sprung vom Schlafsack auf Rädern zum mobilen Aufenthaltsraum

Über den Dingen
Veröffentlicht:

Dachzelte folgen meist einem binären Prinzip: Man klappt sie auf, um zu schlafen, und man klappt sie zu, um weiterzufahren. Dazwischen liegt oft ein funktionales Vakuum. Das neue Hartschalenmodell von Thule, das Widesky, setzt an diesem Punkt an. Durch ein erhöhtes Vorderteil und eine Matratze, die sich zur Rückenlehne aufstellen lässt, entsteht im Inneren eine Sitzposition, die über die bloße Liegefläche hinausgeht.

Der Mechanismus ist auf Geschwindigkeit getrimmt. Gasfedern übernehmen das Aufstellen, was den Prozess auf wenige Handgriffe reduziert. Die Konstruktion aus Aluminium und einer Bodenplatte in Wabenstruktur wiegt unter 68 Kilogramm – ein Wert, der das Zelt auch für herkömmliche Pkw jenseits der Geländewagen-Klasse zugänglich macht. Geschlossen baut das System lediglich 20 Zentimeter hoch.

Im Inneren bestimmen gedimmte LED-Lichter und eine Filzisolierung die Atmosphäre. Es ist ein Versuch, die Rauheit des Campings durch eine gewisse Wohnlichkeit zu ersetzen. Große Panoramaöffnungen dienen dabei weniger der Belüftung als vielmehr der Inszenierung der Umgebung.

Die Fakten:

Konzept: Hartschalendachzelt mit integrierter Sofa-Funktion.

Konstruktion: Aluminiumschale, 20 cm Bauhöhe im geschlossenen Zustand.

Gewicht: < 68 kg (kompatibel mit Standard-Dachträgern).

Innenraum: Dimmbare Beleuchtung, isolierte Decke, recycelte Textilien.

Markteinführung: April 2026.

Preis: 3.599,95 €

Axel Kmonitzek

Axel Kmonitzek

Axel vereint die Ausbildung an der Hamburg Media School mit der Passion für das Handwerk. Über eine Dekade hat er Uhren-Unikate gefertigt und prägt heute als Editor von Tweed den Blick auf Manufakturen, Autos, Reisen und die Menschen dahinter.

Alle Artikel
Tags: MOBILITY

Weitere von Axel Kmonitzek

Alle anzeigen