Die ersten DesignDays Berlin nehmen ihren Anfang an einem Mittwochnachmittag in der Küche: Im LIVING BERLIN steht Nino Feurer an einer Poggenpohl-Kochinsel und tischt auf. Den Schlusspunkt setzt am Samstagabend Konstantin Grcic im Deutschen Design Museum, wenn er seine Ausstellung STREETWISE dichtmacht. Dazwischen: vier Tage, über zwanzig Stationen, quer durch die Showrooms, Ateliers und Kaufhäuser der Stadt.
Dahinter steckt Angelika Müller. Sie bringt das Magazin H.O.M.E. heraus und hat zuvor gut 25 Jahre lang Messen in Wien auf die Beine gestellt. Auf messehallen-typische Anonymität pfeift sie in Berlin bewusst: Die gut sechzig beteiligten Marken empfangen ihre Gäste einfach dort, wo sie sowieso zu Hause sind. Ins Leben gerufen hat sie das Event gemeinsam mit Monika Dagrée von der Agentur on time PR.
Dass Berlin schon einmal eine Designwoche hatte, schreckt die beiden nicht.

Müller formuliert den Anspruch so:
„Time for Design. In Berlin, für Berlin geben wir den Design-Akteuren eine sichtbare Stimme. Im Jubiläumsjahr von UNESCO City of Design legen wir den Grundstein, damit Berlin im internationalen Designkalender eine Rolle spielt.“
Nach einem Testballon im Mai 2025 klinkten sich die beiden ein Jahr lang in Klinkenputzen, Kaffeetermine und Gespräche mit Herstellern ein. Der Termin passt zum Anlass: Berlin feiert dieses Jahr punktgenau zwanzig Jahre als UNESCO City of Design.

Der Donnerstag startet entspannt beim Frühstück mit der Möbelmarke Mater. Die Dänen feiern 20-Jähriges und zeigen Matek – ihren patentierten Werkstoff, der aus Abfällen entsteht und in Form gegossen wird. Kurz vor Mittag nimmt Niessing einen mit auf die Reise eines Schmuckstücks: von den ersten Strichen auf Papier über Papiermodelle bis hin zum fertigen Stück. Designchefin Nina Friesleben-Laue und Raumgestalterin Paula Fuss führen persönlich durch die Installation.


Speed Up, entworfen von Sacha Lakic für Roche Bobois, mit Marmorplatte auf lackiertem Sockel.
Am Abend wandelt sich der Showroom des Berliner Küchenbauers foldt zur Bar. Auf der massiven Edelstahlküche liegen Arbeitsplatten aus dem Erzgebirge, unten kühlen SKS-Geräte die Getränke – Premium-Technik, die es so in Deutschland bislang gar nicht gab.

Am Freitag geht es ums Reden und Denken. Im MOKKA*MILCH eröffnen Müller und Dagrée um 16 Uhr die Talk-Runde. Sebastian Herkner, Hanne Willmann, Mark Braun und Julian Bauer diskutieren hautnah darüber, was Handwerk in einer Welt überhaupt noch zählt, in der Maschinen fast alles von alleine bauen.
Samstag, 19 Uhr: Konstantin Grcic lädt zusammen mit Kurator Rafael Horzon ins Deutsche Design Museum. Mit dem letzten Drink bei STREETWISE gehen schließlich auch die ersten DesignDays zu Ende.
Häufige Fragen
Wann finden die DesignDays.Berlin 2026 statt?
Vom 24. bis 26. September 2026, inklusive Eröffnungsabend am 23. September.
Wer hat die DesignDays.Berlin gegründet?
Angelika Müller (H.O.M.E.) und Monika Dagrée (on time PR).
Wo finden die Veranstaltungen statt?
Dezentral in Showrooms, Studios und Locations in ganz Berlin – unter anderem im LIVING BERLIN, der CUPRA City Garage, im MOKKA*MILCH und im Deutschen Design Museum.