Der Sommer ist für die meisten die schönste Zeit des Jahres. Allerdings stehen viele Männer während der warmen oder gar heißen Zeit mit der klassischen Garderobe auf Kriegsfuß. Shorts, T-Shirt und Schlappen haben die Oberhoheit über das Erscheinungsbild. Dabei ist es mit den richtigen Basics durchaus möglich, im Sommer stilvoll aufzutreten. Sie stammen überwiegend aus dem angloamerikanischen Modekanon, in italienischer Interpretation wirken sie jung und zeitgemäß.

Die beiden zentralen Elemente stilvoller Sommerlooks sind die Chino und der Blazer. Die Chino ist die helle Baumwollhose, die zuerst in den USA populär wurde. Sie war im zweiten Weltkrieg Teil der Sommeruniform vieler Truppenteile, in den 1950ern wurde sie in die zivile Garderobe übernommen. Von Anfang an war sie dort nicht nur für Freizeitkombinationen zuständig, auch im smarten Casualbereich kam sie zum Einsatz. Da vor allem zusammen mit dem Blazer. Er wurde im späten 19. Jahrhundert in England geboren und immigrierte später in die USA. Aus dunkelblauem Stoff als Zweireiher geschneidert und mit goldenen Knöpfen dekoriert, sieht er nicht zufällig nach Kapitän aus. Die britische Marine hat ihn erfunden, dann wurde er in Sportklubs populär und schließlich in aller Welt als Klassiker für lässig-elegante Looks.

Blazer und Chino decken die meisten Anlässe des Alltags ab. Ein Anzug ist trotzdem auch im Sommer bei vielen Gelegenheiten ein Muss. Damit er bei Hitzegraden tragbar bleibt, sollte er aus leichten Stoffen genäht sein. Entweder aus feinen, hochgezwirnten Woll-, Kaschmir- oder Mohairfasern oder aber aus Baumwolle, Leinen oder sogar Seide. Wolle, Kaschmir und Mohair empfehlen sich für Bürokluft sowie für förmliche Anlässe. Baumwolle, Leinen und Seide sind eher etwas für das gepflegte Ausgehen im Privatbereich. Genaueres zum richtigen Anzug fürs Büro können Sie auch in der Rubrik „Dresscode-Know-How“ nachlesen.

Das leichte Sakko ist ein weiterer Baustein der Sommergarderobe. Das Sakko unterscheidet sich vom Blazer vor allem durch die Farbe des Stoffs. Der Blazer ist grundsätzlich blau, das Sakko kommt dagegen fast in allen Farben und Mustern daher. Typisch sind Karos, im Sommer eher einfarbige Stoffe mit dezenten Überkaros oder stärker strukturierten Webarten wie z. B. Fischgrat. Im Sommer überwiegen Sandtöne, als Material werden leichte Faserqualitäten bevorzugt.
Sehr beliebt sind dabei Mischungen von Baumwolle, Leinen, Wolle und Seide. In einem solchen Mix verbessert die Wolle die Knitterresistenz während Baumwolle, Leinen oder Seide für Leichtigkeit sorgen. Dazu trägt auch die unkonstruierte Verarbeitung des Sommersakkos bei. Damit ist ein Innenleben gemeint, dass auf jeden Ballast verzichtet: Eine federleichte Einlage an der Brust, minimale Schulterpolster und eventuell sogar ein Futter, dass sich auf die Vorderseite des Sakkos und die Ärmel beschränkt.
